Merkmale des islamisierten Extremismus (taṭarruf)

Diese Merkmale treten in unterschiedlicher Radikalität und verschiedenen Kombinationen auf.

  • Ablehnung der Demokratie (Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Wahlsystem, Freiheit)
  • Ablehnung der Legitimität muslimischer Herrscher
  • Ablehnung der Schulen (madhahib) und der islamischen Tradition
  • Ablehnung autoritativer Gelehrte
  • Ablehnung der Meinungsvielfalt im Islam
  • Ablehnung des Sufismus (tasawwuf)
  • Ablehnung der Logik und Rationalität
  • Ablehnung kontextueller und wissenschaftlicher Interpretation der Quellentexte (literalistisches Textverständnis [harfiyyun, nassiyyun])
  • Takfir anderer Muslime (Bezichtigung des kufr und schirk)
  • Haramisierung des Lebens (alles, was in den Quellen nicht direkt seht, sei haram und bida)
  • Freund-Feind-Schemata: Der Westen ist nur böse; die Muslime sind nur Opfer!
  • Hypertheologisierung des Denkens und Lebens: Das eigene Denken ist in einer übertriebenen Form theologisiert; der „Andere“ wird nicht in erster Linie als Mensch, Lehrer, Freund, Familienmitglied usw. angesehen, sondern als kafir.
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